Die Europa League Ergebnisse der Saison 2025/26 erzählen die Geschichte eines Wettbewerbs im Wandel. 36 Teams, ein neues Ligaphase-Format und zwei deutsche Vertreter mit Ambitionen auf das Finale in Istanbul am 20. Mai 2026. Was früher als UEFA Cup begann und lange im Schatten der Champions League stand, hat sich zu einem Turnier entwickelt, das eigene Rekorde schreibt und eigene Geschichten erzählt.
Diese Seite bietet alle Europa League Ergebnisse auf einen Blick: aktuelle Spielstände der Ligaphase, die vollständige Tabelle mit allen 36 Mannschaften, den kompletten Spielplan bis zum Finale sowie detaillierte Informationen zu VfB Stuttgart und SC Freiburg. Wer wissen will, wo die Spiele laufen, findet hier die Übersicht aller TV-Übertragungen von RTL bis Sky.
Der Fokus liegt auf dem, was Fans wirklich brauchen: schnelle Ergebnisse, verständliche Tabellen, klare Termine. Keine Wörterbuch-Definitionen, keine endlosen Einleitungen. Stattdessen die Daten und Fakten, die den Unterschied machen zwischen einem interessierten Zuschauer und einem informierten Fan.
Ligaphase beendet, Playoffs gestartet: Das müssen Sie zur Europa League 2025/26 wissen
- Die Ligaphase endete mit 408 Toren in 144 Spielen, durchschnittlich 2,84 Treffer pro Partie. Die Top 8 sind direkt im Achtelfinale, die Plätze 9 bis 24 müssen durch die Playoffs.
- VfB Stuttgart und SC Freiburg vertreten Deutschland. Freiburg schloss die Ligaphase auf Rang 7 ab und zog direkt ins Achtelfinale ein. Stuttgart landete auf Platz 11 und erreichte das Achtelfinale über die Playoffs (4:2 im Gesamtergebnis gegen Celtic).
- TV-Übertragung: RTL zeigt ein Spiel pro Spieltag im Free-TV, RTL+ streamt bis zu acht Partien, Sky überträgt zwei Spiele pro Woche durch die Kooperation mit RTL.
- Das Finale findet am 20. Mai 2026 im Beşiktaş Park in Istanbul statt. Der Sieger erhält einen Platz in der Champions-League-Ligaphase 2026/27 und trifft im UEFA Superpokal 2027 auf den CL-Champion.
Aktuelle Europa League Ergebnisse: Ligaphase und K.o.-Runde
Die Ligaphase der Europa League 2025/26 hat ihren Abschluss gefunden, und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 408 Tore fielen in 144 Spielen, ein Schnitt von 2,84 Treffern pro Partie. Das neue Format mit acht Spielen pro Team anstelle der klassischen Gruppenphase hat für mehr Tore, mehr Spannung und vor allem mehr entscheidende Partien in den letzten Spieltagen gesorgt.
Der finale Spieltag der Ligaphase brachte die erwartete Dramatik. Teams auf den Plätzen 7 bis 10 kämpften um den direkten Einzug ins Achtelfinale, während Mannschaften zwischen Platz 20 und 25 um das nackte Überleben im Wettbewerb rangen. Die Konstellation, dass praktisch jedes Spiel Bedeutung für mindestens ein Team hatte, ist der große Unterschied zum alten Format, bei dem bereits nach dem vierten Spieltag oft die Würfel gefallen waren.
Die entscheidenden Ergebnisse des letzten Spieltags
Manchester United war in der Saison 2025/26 nicht in der Europa League vertreten, nachdem die Red Devils als Finalist der Vorsaison den Titelgewinn verpasst hatten. Titelverteidiger Tottenham Hotspur stieg als Europa-League-Sieger 2024/25 in die Champions League auf und konnte seinen Titel nicht verteidigen. Olympique Lyon dominierte die Ligaphase mit 21 Punkten aus acht Spielen und führte die Tabelle vor Aston Villa (ebenfalls 21 Punkte) an.
Für VfB Stuttgart endete die Ligaphase auf Rang 11, eine Position, die den Gang in die Playoffs bedeutete. Im Playoff gegen Celtic Glasgow setzten sich die Schwaben mit einem Gesamtergebnis von 4:2 durch. SC Freiburg überraschte als siebtbeste Mannschaft der Ligaphase und schaffte mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage den direkten Einzug ins Achtelfinale.
Das Playoff-Drama: Hin- und Rückspiel mit doppeltem Einsatz
Die Playoff-Runde zwischen den Teams auf den Plätzen 9 bis 24 entschied sich Mitte Februar in packenden Duellen. Das Prinzip ist simpel, aber brutal: Wer über zwei Spiele mehr Tore erzielt, zieht ins Achtelfinale ein. Wer verliert, ist raus, ohne Trostpreis, ohne Conference League als Rückfalloption.
Die Auslosung brachte Paarungen wie Fenerbahçe gegen Nottingham Forest oder Viktoria Pilsen gegen Panathinaikos. Die Teams von Platz 9 bis 16 hatten das Heimrecht im Rückspiel, ein psychologischer Vorteil, der sich in der Praxis bestätigte: Sechs der acht Playoff-Duelle wurden von den höher platzierten Teams gewonnen.
Achtelfinale: Die erste echte K.o.-Runde
Mit dem Achtelfinale im März 2026 beginnt der Teil des Wettbewerbs, in dem es keine zweite Chance mehr gibt. Die acht direkten Qualifikanten aus der Ligaphase treffen auf die acht Playoff-Sieger, wobei die Top-8-Teams erneut das Heimrecht im Rückspiel haben. Die Termine stehen fest: Hinspiele am 12. März, Rückspiele am 19. März 2026.
Die Paarungen versprechen hochklassigen Fußball. Olympique Lyon als Tabellenführer der Ligaphase trifft auf Celta Vigo, Aston Villa auf Lille, und AS Roma auf Bologna. Stuttgart hat nach dem Playoff-Sieg gegen Celtic ein Duell mit dem FC Porto im Achtelfinale, Freiburg trifft auf den belgischen Vertreter KRC Genk. Beide deutschen Teams stehen somit im Achtelfinale und haben realistische Chancen auf das Viertelfinale.
Die Ergebnisse dieser Phase werden hier aktualisiert, sobald die Spiele stattfinden. Für einen Wettbewerb, der traditionell für Überraschungen gut ist, verspricht das Achtelfinale einmal mehr den Beweis, dass im Fußball selten etwas so läuft wie erwartet. Die Historie zeigt: In der Europa League sind Außenseitersiege keine Seltenheit, sondern Teil der DNA dieses Turniers.
Die aktuelle Tabelle zeigt, welche Teams sich für welche Phase qualifiziert haben und welche die Heimreise antreten mussten.
Die Ligaphase-Tabelle: 36 Teams, eine Rangliste
Das Herzstück des neuen Europa-League-Formats ist eine einzige Tabelle für alle 36 Teams. Keine Gruppen, keine parallelen Klassements, stattdessen eine Rangliste, in der jeder Punkt zählt und jede Tordifferenz über Playoffs oder Achtelfinale entscheiden kann. Die Ligaphase umfasste 144 Spiele, verteilt auf acht Spieltage zwischen September 2025 und Januar 2026.
Die Struktur der Qualifikation ist klar gestaffelt: Die acht bestplatzierten Teams ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 24 müssen durch eine Playoff-Runde, in der sie in Hin- und Rückspiel um die verbleibenden Achtelfinalteilnahmen kämpfen. Die Teams auf den Plätzen 25 bis 36 scheiden aus, ohne Chance auf die Conference League, wie es im alten Format noch möglich war.
Die Tabellensituation nach acht Spieltagen
Olympique Lyon führte die Tabelle mit 21 Punkten an, punktgleich mit Aston Villa auf Rang 2. Dahinter folgten der FC Midtjylland, der FC Porto und Real Betis. Die Top 8 bildeten sich aus einer Mischung etablierter Namen und positiver Überraschungen: Neben Lyon und Aston Villa schafften auch Braga, SC Freiburg und AS Roma den direkten Sprung ins Achtelfinale, während große Namen wie Celtic Glasgow und Fenerbahçe sich mit Playoff-Plätzen zufriedengeben mussten.
Die Internationalität des Wettbewerbs zeigt sich in den Zahlen: 23 verschiedene nationale Verbände sind in der Ligaphase vertreten. Diese Vielfalt sorgt für Paarungen, die im klassischen Gruppenformat undenkbar gewesen wären, etwa ein griechisch-israelisches Duell oder ein schwedisch-belgischer Vergleich in den entscheidenden Spielen.
Was die Tabelle zeigt und was nicht
Die reine Punktzahl erzählt nicht die ganze Geschichte. Ein Team mit 15 Punkten auf Platz 7 und ein Team mit 15 Punkten auf Platz 10 hatten in diesem Wettbewerb völlig unterschiedliche Perspektiven: direktes Achtelfinale versus Playoff-Risiko. Die Tiebreaker-Regeln, die bei Punktgleichheit greifen, wurden zum entscheidenden Faktor für mehrere Teams am letzten Spieltag.
| Platz | Qualifikation | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1-8 | Direkt Achtelfinale | Heimrecht im Rückspiel, eine Runde weniger |
| 9-16 | Playoffs (gesetzte Teams) | Heimrecht im Rückspiel der Playoff-Runde |
| 17-24 | Playoffs (ungesetzte Teams) | Auswärts im Rückspiel |
| 25-36 | Ausgeschieden | Kein Weiterkommen möglich |
Die deutschen Teams in der Tabelle
VfB Stuttgart beendete die Ligaphase auf Rang 11. Das Ergebnis bedeutete den Gang in die Playoffs, wo sich die Schwaben mit einem 4:2-Gesamtergebnis gegen Celtic Glasgow durchsetzten. Stuttgart zeigte besonders in den Heimspielen in der MHP-Arena Stärke, etwa beim 4:1 gegen Maccabi Tel-Aviv oder dem 2:0 gegen Feyenoord Rotterdam mit zwei späten Toren von Bilal El Khannouss und Deniz Undav. Die Auswärtsniederlage bei AS Roma (0:2) und der Rückschlag in Basel (0:2) offenbarten allerdings, dass auf höchstem europäischem Niveau noch Luft nach oben besteht.
SC Freiburg lieferte die große deutsche Überraschung der Ligaphase und landete mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage auf Platz 7, was den direkten Einzug ins Achtelfinale bedeutete. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster, der 2024 die Nachfolge von Christian Streich antrat, zeigte sich in der Europa League als echte Überraschungstruppe: stark gegen vermeintlich größere Gegner, etwa beim eindrucksvollen 3:1-Auswärtssieg in Nizza. Das Europa-Park Stadion erwies sich als schwierige Festung für Gäste.
Beide deutschen Teams profitierten von der Erfahrung ihrer Trainer im internationalen Wettbewerb. Sebastian Hoeneß bei Stuttgart und Julian Schuster bei Freiburg brachten taktische Flexibilität mit, die in der Europa League oft den Unterschied macht. Die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Spielstile einzustellen, ist in einem Wettbewerb mit Gegnern aus ganz Europa unverzichtbar.
Der vollständige Spielplan zeigt, wann welche Runde ansteht, vom Achtelfinale im März bis zum Finale im Mai.
Spielplan: Alle Termine der Saison 2025/26
Die Europa League 2025/26 erstreckt sich von September bis Mai, ein Marathon durch den europäischen Fußball-Winter und darüber hinaus. Das neue Format hat den Spielplan verdichtet: Acht Spieltage in der Ligaphase statt sechs Gruppenspiele, dafür keine doppelten Begegnungen mehr zwischen denselben Teams. Die wichtigsten Termine im Überblick.
Ligaphase: September bis Januar
Die acht Spieltage der Ligaphase fanden zwischen dem 25. September 2025 und dem 29. Januar 2026 statt. Die Champions League spielt traditionell dienstags und mittwochs, die Europa League behielt ihren Donnerstagabend, wobei der erste Spieltag als „Exclusive Week“ auch am Mittwoch, dem 24. September, stattfand. Die Anstoßzeiten um 18:45 Uhr und 21:00 Uhr sorgten für ein Programm, das sich über den gesamten Abend erstreckte.
Spieltage der Ligaphase 2025/26: 24./25. September, 2. Oktober, 23. Oktober, 6. November, 27. November, 11. Dezember, 22. Januar, 29. Januar
Playoffs: Februar 2026
Die Playoff-Runde zwischen den Teams der Plätze 9 bis 24 findet im Februar statt. Die Hinspiele wurden für den 19. Februar 2026 angesetzt, die Rückspiele für den 26. Februar 2026. In dieser Runde gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, wer verliert, scheidet aus.
Die Auslosung der Playoff-Paarungen erfolgte am 30. Januar 2026, einen Tag nach dem letzten Spieltag der Ligaphase. Teams auf den Plätzen 9 bis 16 wurden gegen Teams auf den Plätzen 17 bis 24 gelost, wobei die besser platzierten Mannschaften das Heimrecht im Rückspiel erhielten.
K.o.-Phase: März bis Mai
Das Achtelfinale ist für März 2026 terminiert. Die Hinspiele finden am 12. März statt, die Rückspiele am 19. März. Ab dieser Runde sind die direkten Ligaphase-Qualifikanten dabei, was für ein deutlich höheres Niveau sorgt. Die Top-8-Teams haben den Vorteil einer Woche zusätzlicher Erholung, während die Playoff-Teilnehmer bereits zwei zusätzliche Spiele in den Beinen haben.
Das Viertelfinale folgt im April. Die Hinspiele sind für den 9. April angesetzt, die Rückspiele für den 16. April. In dieser Phase kristallisieren sich die Favoriten heraus, und die Spannung steigt. Die verbleibenden acht Teams repräsentieren typischerweise eine Mischung aus etablierten Europapokalteilnehmern und Überraschungsmannschaften, die über sich hinausgewachsen sind.
Das Halbfinale schließt sich mit Hinspielen am 30. April und Rückspielen am 7. Mai an. Die verbleibenden vier Mannschaften kämpfen dann um zwei Plätze im Finale. Diese Runde ist oft die dramatischste des gesamten Wettbewerbs, weil das Finale zum Greifen nah ist und die Enttäuschung bei einem Ausscheiden entsprechend groß.
Finale: 20. Mai 2026, Beşiktaş Park, Istanbul
Auslosungen: Wann wird gelost?
Die Auslosungen für die K.o.-Runden finden jeweils nach dem letzten Spieltag der vorherigen Runde statt. Die Achtelfinale-Auslosung erfolgte am 27. Februar 2026 in Nyon, zusammen mit der Auslosung für Viertelfinale und Halbfinale.
Eine Besonderheit des neuen Formats: Die Setzliste für das Achtelfinale basiert auf der Ligaphase-Platzierung. Die Top-8-Teams sind gesetzt und können nur auf Playoff-Sieger treffen. Diese Regelung soll verhindern, dass die stärksten Teams bereits im Achtelfinale aufeinandertreffen.
Der neue Modus hat nicht nur den Spielplan verändert, das gesamte Turnier wurde reformiert.
Der neue Europa League Modus: So funktioniert das Format
Die UEFA hat ihre Klubwettbewerbe zur Saison 2024/25 grundlegend reformiert. Was für die Champions League gilt, betrifft auch die Europa League: Statt der klassischen Gruppenphase mit acht Vierergruppen gibt es jetzt eine Ligaphase mit 36 Teams in einer einzigen Tabelle. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin beschrieb das neue Format als revolutionär und versprach mehr Fairness, Spannung und Unvorhersehbarkeit bei jedem einzelnen Spiel.
Der Grundgedanke ist simpel: Jedes Team bestreitet acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner, vier Heimspiele, vier Auswärtsspiele. Die Gegner werden per Auslosung aus vier Lostöpfen zugewiesen, wobei jede Mannschaft gegen zwei Teams aus jedem Topf antritt. Das Ergebnis ist eine einzige, alles entscheidende Tabelle.
Von 32 auf 36: Mehr Teams, mehr Spiele
Die Erweiterung auf 36 Teams war einer der umstrittensten Punkte der Reform. Kritiker befürchteten eine Verwässerung des Wettbewerbs, Befürworter verwiesen auf die zusätzlichen Einnahmen für kleinere Verbände. Die Praxis zeigt: Die zusätzlichen vier Startplätze gingen an Mannschaften aus Ländern wie der Schweiz, Norwegen und Zypern, die sonst kaum Chancen auf die Gruppenphase gehabt hätten.
Die drei Säulen der Prämienverteilung:
Das Budget der Europa League für die Saison 2024/25 beträgt 565 Millionen Euro. Dieses Geld wird nach einem Drei-Säulen-System verteilt: 27,5 Prozent als Startbonus für alle Teilnehmer, 37,5 Prozent leistungsabhängig nach Punkten und Runden, 35 Prozent als sogenannte Value Pillar, die auf UEFA-Ranking und historischer Leistung basiert.
Prämien: Was die Teilnahme finanziell bedeutet
Jedes Team in der Ligaphase erhält einen Startbonus von 4,31 Millionen Euro. Dazu kommen 450.000 Euro für jeden Sieg und 150.000 Euro für jedes Unentschieden. Ein Team, das alle acht Spiele gewinnt, verdient allein in der Ligaphase über 8 Millionen Euro, ohne Berücksichtigung der Value Pillar.
Der Gesamtumsatz der UEFA aus Klubwettbewerben erreichte in der Saison 2024/25 einen Rekordwert von 4,4 Milliarden Euro. Davon fließen etwa 97 Prozent an Klubs und Verbände zurück. Die durchschnittliche Ausschüttung pro Europa-League-Teilnehmer lag bei 13 Millionen Euro, wobei die Spanne von 6 Millionen für früh ausgeschiedene Teams bis zu über 40 Millionen für die Finalisten reichte.
Solidarity-Zahlungen: Das Geld für die Nicht-Teilnehmer
Ein oft übersehener Aspekt des neuen Systems sind die Solidarity-Zahlungen. Die UEFA verpflichtet sich, zehn Prozent der Bruttoeinnahmen an Klubs zu verteilen, die nicht an den europäischen Wettbewerben teilnehmen. „We also reaffirmed our commitment to the game by committing 10% of our gross competition revenues to solidarity payments“, erklärte Čeferin bei der Vorstellung der Finanzergebnisse. Im Finanzjahr 2024/25 summierten sich diese Zahlungen auf 308 Millionen Euro, ein Anstieg um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese Gelder werden über die nationalen Verbände an die Klubs verteilt. Deutschland erhielt 10 Millionen Euro für Klubs, die nicht in Champions League, Europa League oder Conference League spielen. Ein Zweitligist wie Fortuna Düsseldorf oder ein Bundesligist ohne Europapokal-Qualifikation profitiert also indirekt von den Erfolgen der deutschen Vertreter auf europäischer Bühne.
Die Logik hinter der Reform
Das alte Format hatte ein strukturelles Problem: Nach vier von sechs Gruppenspielen standen oft schon die Qualifikanten fest. Die letzten beiden Spieltage verkamen zur Pflichtübung für Teams, die bereits weiter waren oder ohnehin keine Chance mehr hatten. Die Folge waren schwache Einschaltquoten, leere Stadien und unattraktive Partien.
Das neue Format löst dieses Problem zumindest teilweise. Da acht Spiele gespielt werden und die Platzierung bis zum letzten Spieltag umkämpft bleibt, haben auch die Partien in Dezember und Januar echte sportliche Relevanz. Die Kritik, dass das Format zu komplex sei, lässt sich entkräften: Eine einzige Tabelle ist letztlich einfacher zu verstehen als acht parallele Gruppenklassements.
Die Spielerbelastung bleibt ein Diskussionspunkt. Mit acht statt sechs Gruppenspielen plus möglichen Playoffs spielen Teams im schlimmsten Fall zehn Spiele mehr als in der alten Gruppenphase, bevor die eigentliche K.o.-Runde beginnt. Trainer und Spielervereinigungen haben diese zusätzliche Last kritisiert, insbesondere angesichts der ohnehin schon dicht gedrängten nationalen Spielpläne. Die UEFA argumentiert, dass die Qualität der Gegner und die Bedeutung jedes Spiels diese Mehrbelastung rechtfertigen.
Ein weiterer Aspekt der Reform ist die geografische Verteilung der Spiele. Im alten Format konnten Teams aus demselben Land in dieselbe Gruppe gelost werden, was zu weniger attraktiven Derbys führte. Das neue System garantiert, dass jedes Team gegen Gegner aus mindestens vier verschiedenen Ländern antritt, was die internationale Dimension des Wettbewerbs stärkt.
Für die deutschen Teams bedeutet das neue Format nicht nur neue Gegner, sondern auch neue finanzielle Perspektiven.
Deutsche Teams: VfB Stuttgart und SC Freiburg auf europäischer Bühne
Die Bundesliga ist in der Europa League 2025/26 mit zwei Mannschaften vertreten: dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg. Beide Vereine repräsentieren eine Generation deutscher Fußballklubs, die nicht über die finanziellen Möglichkeiten eines Bayern München oder eines Dortmund verfügen, aber durch kluge Strukturen und gute Nachwuchsarbeit regelmäßig in die internationalen Wettbewerbe vorstoßen.
Die Qualifikation gelang über unterschiedliche Wege. Stuttgart sicherte sich den Europa-League-Platz als DFB-Pokal-Sieger der Saison 2024/25. Freiburg qualifizierte sich über einen starken fünften Platz in der Bundesliga, der die Europa-League-Teilnahme sicherte.
VfB Stuttgart: Rückkehr ins internationale Rampenlicht
Für den VfB Stuttgart ist die Europa League ein vertrautes Terrain. Der Verein hat eine lange europäische Geschichte, die bis ins UEFA-Cup-Finale 1989 zurückreicht, das unter Ari Haan allerdings verloren ging. Die aktuelle Mannschaft knüpft an diese Tradition an, wenngleich die Zeiten sich geändert haben. In der Vorsaison spielte Stuttgart noch Champions League und verdiente dabei 42,98 Millionen Euro an UEFA-Prämien.
Die Ligaphase verlief für Stuttgart mit Höhen und Tiefen. Der 4:1-Sieg gegen Maccabi Tel-Aviv und das 2:0 gegen Feyenoord waren Highlights, während die Auswärtsniederlage bei AS Roma (0:2) offenbarte, dass auf höchstem europäischem Niveau noch Luft nach oben besteht. Platz 11 am Ende der Ligaphase bedeutete den Weg über die Playoffs, wo Stuttgart Celtic Glasgow mit einem Gesamtergebnis von 4:2 bezwang und ins Achtelfinale einzog.
SC Freiburg: Europäische Premiere mit Lerneffekt
Für den SC Freiburg ist die Europa League die erste Teilnahme an einem UEFA-Gruppenwettbewerb seit der Conference League 2022/23. Die Mannschaft von Julian Schuster, der 2024 die Nachfolge des langjährigen Trainers Christian Streich antrat, bringt eine besondere Kultur mit: Bescheidenheit, Konstanz und die Fähigkeit, sich gegen vermeintlich übermächtige Gegner zu behaupten.
Die Ligaphase zeigte das beeindruckende Profil dieser Mannschaft. Der 3:1-Auswärtssieg in Nizza war ein Abend, an dem Freiburg bewies, dass es auf europäischer Bühne nicht nur mithalten, sondern dominieren kann. Fünf Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage (0:1 bei Lille am letzten Spieltag) ergaben Platz 7 und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale, wo Freiburg auf den belgischen Vertreter KRC Genk trifft.
Finanzielle Bedeutung für die Bundesliga
Die Teilnahme an der Europa League ist für beide Vereine mehr als ein sportliches Abenteuer. Die Startprämie von 4,31 Millionen Euro, die Punktprämien und die potenziellen Einnahmen aus den weiteren Runden summieren sich zu einem zweistelligen Millionenbetrag — die durchschnittliche Ausschüttung pro Europa-League-Teilnehmer lag 2024/25 bei 13 Millionen Euro. Für einen Klub wie Freiburg, dessen Jahresetat deutlich unter dem der großen Bundesliga-Konkurrenten liegt, kann ein erfolgreicher Europa-League-Lauf den Unterschied machen zwischen einer normalen und einer außergewöhnlichen Saison.
Deutschland insgesamt profitierte von den Solidarity-Zahlungen der UEFA in Höhe von 10 Millionen Euro. Diese Gelder fließen an Klubs, die selbst nicht in den europäischen Wettbewerben vertreten sind, und stärken damit die Breite des deutschen Fußballs.
Historischer Kontext: Frankfurt 2022 als Vorbild
Der letzte große deutsche Erfolg in der Europa League liegt noch nicht lange zurück. Am 18. Mai 2022 gewann Eintracht Frankfurt das Finale gegen die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen und wurde damit zum ersten deutschen Klub, der diesen Titel seit der Umbenennung 2009 holte. Zuvor hatte Schalke 04 1997 den UEFA Cup gewonnen, ein Vierteljahrhundert ohne deutschen Triumph in diesem Wettbewerb.
„Es ist eine große Auszeichnung für uns. Und eine super Rückmeldung für das, was wir im Jahr 2022 erreicht haben – nicht nur als Mannschaft, sondern als ganzer Verein.“ — Kevin Trapp, Torhüter, Eintracht Frankfurt
Der Frankfurter Erfolg bewies, dass ein deutsches Team ohne Champions-League-Budget in der Europa League um den Titel spielen kann. Für Stuttgart und Freiburg ist dieser Erfolg Motivation und Mahnung zugleich: Es ist möglich, aber es erfordert eine nahezu perfekte Saison.
Wer die Spiele der deutschen Teams verfolgen will, braucht Zugang zu den richtigen TV-Sendern und Streaming-Diensten.
TV-Übertragung: Wo läuft die Europa League?
Die TV-Rechte an der Europa League in Deutschland liegen bei RTL bis zum Jahr 2027. Das bedeutet: Der Großteil der Spiele läuft auf RTL+ im Streaming, ein ausgewähltes Spiel pro Spieltag im Free-TV auf RTL oder NITRO. Diese Aufteilung spiegelt den Wandel der Medienlandschaft wider, in der lineare Fernsehübertragungen zunehmend durch Streaming-Angebote ergänzt oder ersetzt werden.
Free-TV: RTL und NITRO
Ein Spiel pro Spieltag wird kostenlos im Free-TV übertragen. Die Auswahl fällt typischerweise auf Partien mit deutscher Beteiligung oder auf besonders attraktive Begegnungen. Bei den Spielen von VfB Stuttgart und SC Freiburg war das in der Ligaphase häufig der Fall, was deutschen Fans den Zugang ohne Zusatzkosten ermöglichte.
NITRO überträgt gelegentlich Konferenz-Schaltungen oder Einzelspiele, wenn RTL sein Hauptprogramm nicht für Fußball freigeben kann. Die Qualität der Übertragung entspricht dem RTL-Standard, die Reichweite ist allerdings geringer.
RTL+: Das Streaming-Paket
Bis zu acht Spiele pro Spieltag zeigt RTL+ im Streaming. Das Abo kostet 9,99 Euro pro Monat und beinhaltet neben der Europa League auch die Conference League sowie ausgewählte Bundesliga-Inhalte. Für Fans, die alle Spiele verfolgen wollen, ist RTL+ die einzige Option in Deutschland.
Die Plattform bietet sowohl Einzelspiel-Übertragungen als auch eine Konferenz-Schaltung, die zwischen den laufenden Partien wechselt. Die technische Qualität hat sich in den vergangenen Jahren verbessert, auch wenn vereinzelt Berichte über Streaming-Probleme bei Spitzenspielen aufkommen.
Sky: Die RTL-Kooperation
Eine Überraschung der Saison 2024/25 war die Kooperation zwischen RTL und Sky. Sky zeigt zwei Europa-League-Spiele pro Woche, die von RTL+ sublizenziert wurden. Diese Partien laufen im Rahmen des Sky Sport Pakets und sind für bestehende Sky-Abonnenten ohne Zusatzkosten verfügbar.
Hinweis für Sky-Kunden: Die Europa League ist nicht automatisch im Sky-Basispaket enthalten. Für den Zugang wird das Sky Sport Paket benötigt, das separat gebucht werden muss.
Österreich und Schweiz: Alternative Sender
In Österreich überträgt ServusTV ausgewählte Europa-League-Spiele im Free-TV. Der Sender, der zum Red-Bull-Konzern gehört, zeigt typischerweise ein Top-Spiel pro Spieltag sowie alle Partien mit österreichischer Beteiligung. Für das komplette Programm ist ein RTL+-Abo erforderlich, das auch in Österreich verfügbar ist.
In der Schweiz teilen sich SRF und blue die Rechte. SRF zeigt ausgewählte Spiele im frei empfangbaren Fernsehen, blue bietet das vollständige Streaming-Paket für Abonnenten. Schweizer Fans der deutschen Teams müssen in der Regel auf blue oder RTL+ zurückgreifen.
Die Kosten im Vergleich
| Anbieter | Spiele pro Woche | Kosten/Monat | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| RTL (Free-TV) | 1 | 0 Euro | Ausgewählte Topspiele |
| RTL+ | 8 | 9,99 Euro | Alle Spiele, Konferenz |
| Sky Sport | 2 | ab 25 Euro | Im Sport-Paket enthalten |
| ServusTV (AT) | 1 | 0 Euro | Nur Österreich |
Wer die Torjäger der Europa League verfolgt, sieht nicht nur Tore, sondern auch Geschichte.
Torschützenliste: Die Top-Scorer der Europa League
Die Torschützenliste der Europa League 2025/26 entwickelt sich zu einem Rennen zwischen etablierten Stürmern und aufstrebenden Talenten. Die Ligaphase mit ihren 408 Toren in 144 Spielen hat gezeigt, dass das neue Format für offensive Spektakel sorgt und für reichlich Gelegenheiten, sich in die Geschichtsbücher zu schießen.
Die aktuellen Top-Scorer der Saison
Nach Abschluss der Ligaphase führt Ayoub El Kaabi von Olympiakos Piräus die Torschützenliste mit sieben Treffern an. Der marokkanische Nationalspieler, der bereits in der Conference League für Schlagzeilen sorgte, hat in der Europa League den nächsten Schritt gemacht. Hinter ihm folgen Spieler wie Adam Buksa vom FC Midtjylland und Edin Džeko von Fenerbahçe, die beide auf sechs Tore kommen.
Für die deutschen Teams präsentierte sich Deniz Undav als gefährlichster Angreifer. Der Stuttgarter Stürmer erzielte vier Tore in der Ligaphase und war damit maßgeblich an der Qualifikation für die Playoffs beteiligt. Bei Freiburg verteilten sich die Tore auf mehrere Schultern, ohne dass ein einzelner Spieler herausragte.
Der ewige Rekordhalter
Pierre-Emerick Aubameyang bleibt der beste Torschütze in der Geschichte der Europa League mit 34 Treffern. Diese Zahl, verteilt auf seine Stationen bei Borussia Dortmund, Arsenal, FC Barcelona und Olympique Marseille, erscheint angesichts des höheren Spielvolumens im neuen Format nicht unerreichbar, aber sie ist der Maßstab, an dem sich alle anderen messen lassen müssen.
Hinter Aubameyang folgen Spieler wie Radamel Falcao und Aritz Aduriz mit jeweils über 25 Toren. Diese Namen repräsentieren eine Ära des europäischen Fußballs, in der die Europa League als attraktive Alternative zur Champions League galt und nicht als Trostpreis.
Saisonrekorde: Falcaos Marke von 2011
Der Rekord für die meisten Tore in einer einzigen Europa-League-Saison gehört Radamel Falcao. Der Kolumbianer erzielte 2010/11 für den FC Porto 17 Tore in einem einzigen Wettbewerb und führte seine Mannschaft bis zum Titel. Diese Marke ist im neuen Format mit seinen maximal 17 Spielen bis zum Finale theoretisch erreichbar, aber praktisch eine Herausforderung, die nur die besten Stürmer annehmen können.
Falcaos Saison war außergewöhnlich, weil er nicht nur treffsicher war, sondern auch in den entscheidenden Momenten lieferte. Im Finale gegen Sporting Braga erzielte er das Siegtor zum 1:0. Seine Fähigkeit, Spiele zu entscheiden, machte ihn zum wertvollsten Spieler des Turniers und ebnete den Weg für seinen Transfer zu Atlético Madrid im folgenden Sommer.
Die Torschützenliste der Europa League spiegelt auch die Entwicklung des Wettbewerbs wider. In den frühen Jahren dominierten Spieler aus den traditionellen Fußballnationen, während heute Torjäger aus einer Vielzahl von Ligen vertreten sind. Diese Internationalisierung zeigt, dass Talente überall entdeckt werden können und die Europa League oft als Sprungbrett für größere Karrieren dient.
| Spieler | Tore gesamt | Saison-Bestmarke |
|---|---|---|
| Pierre-Emerick Aubameyang | 34 | 10 (2023/24) |
| Radamel Falcao | 30 | 17 (2010/11) |
| Aritz Aduriz | 26 | 10 (2015/16) |
Wer die meisten Tore erzielt, hat gute Chancen, im Finale zu stehen. Und dieses Finale findet 2026 an einem besonderen Ort statt.
Das Finale 2026: Beşiktaş Park, Istanbul
Das Finale der Europa League 2025/26 findet am 20. Mai 2026 im Beşiktaş Park in Istanbul statt. Das Stadion, auch bekannt unter seinem Sponsorennamen Vodafone Park, bietet Platz für etwa 40.000 Zuschauer und liegt direkt am Bosporus, eine Kulisse, die zu den spektakulärsten im europäischen Fußball gehört.
Das Stadion: Zwischen Tradition und Moderne
Der Beşiktaş Park wurde 2016 eröffnet und ersetzte das legendäre İnönü-Stadion, das an derselben Stelle gestanden hatte. Die Architektur verbindet moderne Elemente mit der einzigartigen Lage am Wasser, was für Atmosphäre sorgt, die selbst bei Ligaspielen besonders ist. Bei einem europäischen Finale wird diese Intensität noch verstärkt.
Das einzige große UEFA-Ereignis im Beşiktaş Park vor dem Europa-League-Finale 2026 war der UEFA Super Cup 2019, als der FC Liverpool auf den FC Chelsea traf. Dieses Spiel, das Liverpool im Elfmeterschießen gewann, zeigte, dass Istanbul ein würdiger Austragungsort für europäische Endspiele ist.
Was der Sieger gewinnt
Der Europa-League-Sieger erhält mehr als nur einen Pokal. Der Titel qualifiziert direkt für die Ligaphase der Champions League der Folgesaison, unabhängig von der nationalen Ligaplatzierung. Dazu kommt die Teilnahme am UEFA Superpokal 2027, in dem der Europa-League-Champion auf den Champions-League-Sieger trifft.
Siegerprämie: Der Gewinner der Europa League erhält eine zusätzliche Prämie von 6 Millionen Euro von der UEFA. Zusammen mit den Einnahmen aus den vorherigen Runden kann ein erfolgreicher Europa-League-Lauf über 30 Millionen Euro einbringen.
Der Weg nach Istanbul
Vom Achtelfinale im März bis zum Finale im Mai sind es drei Monate intensiver Wettbewerb. Die verbleibenden 16 Teams kämpfen in Hin- und Rückspielen um den Einzug in die nächste Runde. Das Halbfinale, das Anfang Mai stattfindet, entscheidet über die beiden Finalisten.
Für die deutschen Vertreter Stuttgart und Freiburg ist der Weg nach Istanbul lang, aber nicht unmöglich. Beide stehen bereits im Achtelfinale: Freiburg trifft auf Genk, Stuttgart auf Porto. Frankfurt hat 2022 gezeigt, dass ein Team, das in der Ligaphase keine Glanzleistungen zeigt, im K.o.-Format über sich hinauswachsen kann. Die Europa League belohnt Konstanz, aber sie belohnt auch Clutch-Performances in entscheidenden Momenten.
Istanbul: Die Stadt mit zwei Kontinenten
Istanbul ist die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Der Bosporus trennt Europa von Asien, und der Beşiktaş Park liegt auf der europäischen Seite, im gleichnamigen Stadtteil am Wasser. Für Fans, die zum Finale reisen, bietet die Stadt eine Mischung aus historischen Stätten, lebendiger Kultur und einer Fußballbegeisterung, die ihresgleichen sucht.
Die Anreise ist von Deutschland aus vergleichsweise unkompliziert. Direktflüge von Frankfurt, München und Düsseldorf dauern etwa drei Stunden. Der neue Istanbul Airport, einer der größten der Welt, liegt etwa 40 Kilometer vom Stadion entfernt. Alternativ bietet der ältere Sabiha Gökçen Airport auf der asiatischen Seite günstigere Flugverbindungen, erfordert aber eine längere Anfahrt zum Stadion.
Für Fans, die das Finale besuchen wollen, empfiehlt sich eine frühe Buchung von Unterkünften. Istanbul verfügt über eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur, aber während großer Sportereignisse sind Hotels in Stadionnähe schnell ausgebucht. Der Stadtteil Beşiktaş selbst bietet zahlreiche Restaurants und Bars, die am Spieltag eine lebhafte Atmosphäre garantieren.
Das Finale in Istanbul wird ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte dieses Wettbewerbs schreiben, einer Geschichte, die mit deutschen Erfolgen gespickt ist.
Geschichte der Europa League: Von Sevilla bis Frankfurt
Die Europa League hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1971 zurückreicht. Damals hieß der Wettbewerb noch UEFA Cup und war als Nachfolger des Messestädte-Pokals konzipiert, der von 1955 bis 1971 ausgetragen wurde. Die Umbenennung zur Europa League erfolgte 2009, zusammen mit einer Reform des Formats, die dem Wettbewerb ein moderneres Erscheinungsbild geben sollte.
Der Rekordsieger: FC Sevilla
Der FC Sevilla dominiert die Geschichte der Europa League wie kein anderer Verein. Sieben Titel, gewonnen in den Jahren 2006, 2007, 2014, 2015, 2016, 2020 und 2023, machen die Andalusier zum unangefochtenen Rekordsieger. Diese Dominanz ist umso bemerkenswerter, als Sevilla nie den Sprung an die europäische Spitze in der Champions League geschafft hat. Die Europa League ist ihr Wettbewerb, und sie spielen ihn wie kein anderer.
Die Sevilla-DNA in der Europa League basiert auf einer Mischung aus taktischer Disziplin, Erfahrung in K.o.-Spielen und einer Mentalität, die den Wettbewerb ernst nimmt. Während andere Top-Klubs die Europa League als Trostpreis betrachten, sieht Sevilla sie als Chance, Geschichte zu schreiben.
Deutsche Erfolge: Von Gladbach bis Frankfurt
Deutsche Vereine haben den UEFA Cup und die Europa League insgesamt siebenmal gewonnen. Borussia Mönchengladbach holte den Pokal 1975 und 1979, Eintracht Frankfurt folgte 1980 in einem rein deutschen Finale gegen Mönchengladbach, Bayer Leverkusen 1988, FC Bayern München 1996 und Schalke 04 1997. Nach der Umbenennung zur Europa League dauerte es 25 Jahre, bis wieder ein deutscher Klub triumphierte: Frankfurt holte 2022 den zweiten Titel für den Verein.
Die deutschen Erfolge im UEFA Cup fallen in eine Ära, in der der Wettbewerb als zweithöchste europäische Spielklasse noch prestigeträchtiger war als heute. Mönchengladbachs Siege unter Hennes Weisweiler und später Udo Lattek etablierten den Verein als eine der dominanten Kräfte im europäischen Fußball der 1970er Jahre. Die Fohlenelf spielte einen offensiven, technisch anspruchsvollen Fußball, der in ganz Europa Respekt einflößte.
Schalke 04 gewann den letzten deutschen UEFA-Cup-Titel vor Frankfurt mit einem Kader, der unter dem damaligen Trainer Huub Stevens das Beste aus seinen Möglichkeiten herausholte. Der Finalsieg gegen Inter Mailand nach Hin- und Rückspiel war ein taktisches Meisterwerk, das zeigte, wie ein gut organisiertes Team gegen finanziell überlegene Gegner bestehen kann.
2022 beendete Eintracht Frankfurt diese Durststrecke. Im Finale von Sevilla, ausgerechnet in der Heimat des Rekordmeisters, besiegten die Frankfurter die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen. Ein Abend, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird und der zeigte, dass auch Klubs ohne Milliarden-Budget europäische Titel gewinnen können.
Zwischen dem UEFA-Cup-Sieg von Schalke 04 im Jahr 1997 und dem Europa-League-Triumph von Eintracht Frankfurt 2022 lagen genau 25 Jahre, die längste Durststrecke des deutschen Fußballs in diesem Wettbewerb.
Die Evolution des Formats
Der Wettbewerb hat sich im Laufe der Jahrzehnte mehrfach gewandelt. Der ursprüngliche UEFA Cup kannte keine Gruppenphase, es wurde von Anfang an im K.o.-System gespielt. Die Gruppenphase wurde erst 2004 eingeführt und 2009 mit der Umbenennung zur Europa League erweitert.
Die Reform von 2024 markiert den bisher radikalsten Einschnitt. Die Abschaffung der klassischen Gruppen zugunsten einer Ligaphase mit 36 Teams verändert den Charakter des Wettbewerbs grundlegend. Mehr Spiele, mehr Gegner, mehr Dramatik, aber auch mehr Belastung für die Spieler und mehr Komplexität für die Fans.
Was die Zukunft bringt
Die UEFA hat angekündigt, das neue Format nach der ersten vollen Saison zu evaluieren. Die bisherigen Reaktionen sind gemischt: Die Zuschauerzahlen und TV-Quoten sind gestiegen, die Kritik an der Unübersichtlichkeit ist aber nicht verstummt. Für die kommenden Jahre ist zunächst keine weitere Reform geplant, ein Signal, dass die UEFA ihrem neuen System Zeit geben will, sich zu bewähren.
Die Geschichte der Europa League wirft Fragen auf, die auch die aktuelle Saison betreffen. Die häufigsten davon beantworten wir im Folgenden.
Häufige Fragen zur Europa League
Wann findet das Europa League Finale 2026 statt?
Das Finale der Europa League 2025/26 findet am 20. Mai 2026 im Beşiktaş Park in Istanbul statt. Das Stadion bietet Platz für etwa 40.000 Zuschauer und liegt am Bosporus im gleichnamigen Istanbuler Stadtteil. Der Sieger qualifiziert sich für die Champions-League-Ligaphase der Folgesaison und trifft im UEFA Superpokal auf den Champions-League-Gewinner.
Wo wird die Europa League im TV übertragen?
In Deutschland liegen die TV-Rechte bei RTL bis 2027. Ein Spiel pro Spieltag läuft kostenlos im Free-TV auf RTL oder NITRO. Das komplette Programm mit bis zu acht Spielen pro Spieltag bietet RTL+ im Streaming für 9,99 Euro monatlich. Sky zeigt durch eine Kooperation mit RTL zwei Spiele pro Woche im Rahmen des Sky Sport Pakets. In Österreich überträgt ServusTV ausgewählte Spiele, in der Schweiz teilen sich SRF und blue die Rechte.
Wie funktioniert der neue Europa League Modus?
Die Europa League spielt seit 2024/25 in einem neuen Format, die Saison 2025/26 ist die zweite unter diesem System. 36 Teams statt der bisherigen 32 spielen in einer Ligaphase mit acht Spielen pro Mannschaft, vier Heim- und vier Auswärtsspiele gegen acht verschiedene Gegner. Alle Teams werden in einer einzigen Tabelle geführt. Die Top 8 qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale, die Plätze 9 bis 24 spielen Playoffs, die Plätze 25 bis 36 scheiden aus. Das Prämienbudget beträgt 565 Millionen Euro, wobei jeder Teilnehmer 4,31 Millionen Euro Startgeld erhält.